#16: »das kapital« study

ein gespenst geht um in der neuen musik – das gespenst der studie!

die form bietet sich sehr gut an, eine idee und das mit ihr in verbindung gebrachte medium, sehr präzis zu demonstieren, ohne dass das ganze oberlangweilig wird.

einen auszug aus »mein kampf« hab ich schon vertont. “das kapital” ist dran.

in dem stück habe ich »das kapital« von k. marx sampleweise vertont. jedes wort aus dem ersten band des kapital ist in eine gleitkommazahl übersetzt, also in ein sample. und zwar so, dass die wörter “arbeit” und “geld” mit der amplitude 1.0 markiert werden. der rest bekommt einen zufälligen wert zwischen -0.1 und 0.1. so entsteht das leise rauschen.
im ersten band des kapital gibt es 286784 wörter. das wort “arbeit” kommt 1270 mal vor und das wort “geld” 423 mal.

rausgefilterte arbeit kommt von links und rausgefiltertes geld kommt von rechts:

 
mir ist bekannt (danke, efi!), dass frieder nake das gleiche verfahren im visuellen bereich verwendet hat. ich weiss leider nicht in welchem projekt.

hier hatte ich auch das projekt von christin lahr erwähnt, in dem die künstlerin das ganze kapital von marx an finanzministerium als verwendungszweckangaben überweist.

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