gegen boring

ich weiß es nicht. das nervt irgendwie. geht es nur mir so? ich habe ständig das gefühl, dass die meiste neue musik gar nicht so ernst ist, substanzlos und oberflächlich. die stücke, klar, wiederholen sich natürlich nicht so ganz, aber die sind fast alle boring. mir fehlt da fast immer was. klar, klänge mögen spektakulär sein, reicht aber irgendwie nicht.
 
oft bewundere ich die komponist_innen, weil ich sowas selbst einfach nicht machen kann: was für spektakuläre klänge! aber es ist mir nicht genug. aber beim publikum kommen die stücke irgendwie super an. i don‘t get it.
 
oder es gibt auch stücke, die einfach sehr unterhaltsam sind. witzig halt. reicht mir auch nicht. irgendwie nett gemeint, kompositorisch auch sehr virtuos, einfallsreich, auch – wie man so sagt – mu-si-ka-lisch – aber auch fehlt irgendwas. oder ich kann etwas auch „toll“ finden, aber es ist dann ein ganz anderes „toll“ als „TOLL“, wenn ich richtig begeistert bin.
 
ich will immer was krasses irgendwie. ich weiss es nicht. vielleicht so was wie hyper-diesseitigkeit. oder hyper-gehaltsästhetik, wenn man so denkt « krasse scheiße ! ». aber meistens denkt man so: « no surprises !».
 
und ich hab das gefühl, dass grade sehr viel rückgängig gemacht wird, was wir unter anderem der sogenannten 68er-generation zu verdanken sind: n.a. huber, nono. es gibt immer weniger avantgarde. entavantgardisierung. draußen ist rechte kacke, seximsmus, terror und man schiebt gläser auf den klaviersaiten.
 
okay. vielleicht ist es auch das einzige, was man da machen kann. who knows, who knows…
bleibt aber trotzdem boring.
 
neue musik soll doch ein riesieger klangforschungsprojekt sein und kein amüsantes spektakel.
 
ich weiß es nicht.



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