posts tagged ‘kommunismus’

#16: »das kapital« study

ein gespenst geht um in der neuen musik – das gespenst der studie!

die form bietet sich sehr gut an, eine idee und das mit ihr in verbindung gebrachte medium, sehr präzis zu demonstieren, ohne dass das ganze oberlangweilig wird.

einen auszug aus »mein kampf« hab ich schon vertont. “das kapital” ist dran.

in dem stück habe ich »das kapital« von k. marx sampleweise vertont. jedes wort aus dem ersten band des kapital ist in eine gleitkommazahl übersetzt, also in ein sample. und zwar so, dass die wörter “arbeit” und “geld” mit der amplitude 1.0 markiert werden. der rest bekommt einen zufälligen wert zwischen -0.1 und 0.1. so entsteht das leise rauschen.
im ersten band des kapital gibt es 286784 wörter. das wort “arbeit” kommt 1270 mal vor und das wort “geld” 423 mal.

rausgefilterte arbeit kommt von links und rausgefiltertes geld kommt von rechts:


 
mir ist bekannt (danke, efi!), dass frieder nake das gleiche verfahren im visuellen bereich verwendet hat. ich weiss leider nicht in welchem projekt.

hier hatte ich auch das projekt von christin lahr erwähnt, in dem die künstlerin das ganze kapital von marx an finanzministerium als verwendungszweckangaben überweist.

#9: 28.mai: keyboardstück ii »spam«

#9 –> link
 
am kommenden dienstag (28.mai) werden wir wolfgang rihm und angestellte bei der gema, schott edition und universal edition mit rihms klavierstück nr. 7 spammen.
am keyboard: philipp hövelmann.
konzertsaal der hfk bremen dechanatstr. 13-15
kommt!

keyboardstueck_ii
(flyer: feliks oldewage)

musikalisches reaktionärtum im namen von kommunismus

ich mag utopien. und den konsequenten glaube an utopien finde ich auch charmant.
auf youtube gibt es paragraph 1 aus »the great earning learning« (1968) von cornelius cardew.
und nach dem »great rebranding« dieses blogs spüre ich in mir sehnsucht nach dem alten. also passt.


 
hier gibt es das buch von cardew »stockhausen serves imperialism«.

und noch ein paar lieder aus der reihe »musikalisches reaktionärtum im namen von kommunismus«:
cornelius cardew, »smash the social contract«


 
hanns eisler, »der rote wedding« (1929)


 
allen ginsberg, “birdbrain” (1981)
 
und das versöhnendes werk von
joseph beuys, »sonne statt reagan« (1982)

Trond Reinholdtsens »Faust, or the decline of western music« (2011)

postkolonialistische fragen in der kunst sind von grosser relevanz: