posts tagged ‘readymade’

anton wassiljew – rendering studies (2011)

hello everybody!
nach der langen pause bin ich schon wieder da! hier ist ein video von mir, in dem es darum geht, dass bilder bzw. existierende musik mit den anderen bildern bzw. mit der anderen musik umkontextualisiert werden.
z.B. wird franz schuberts porträt als medium der transposition http://apothekebillig.com/viagra.html für sein lied “auf dem flusse” behandelt, oder dmitri medvedevs bzw. joseph stalins portrtät als quelle der tonhöhen für die russische hymne, wobei der rhythmus originell bleibt. oder die helligkeit des adornos porträts sortiert samples nach der zugehörigkeit zu e- oder u-musik.

autocomplete in der musik

die häufigkeit, mit der das beethovensche schicksalsmotiv in der musikgeschichte vorkommt erreicht ihren höhepunkt am anfang des 19.jahrhunderts.
peachnote.com ist die von vladimir viro erschaffene webseite, die in drei datenbaken nach der literatur sucht, in der das eingegebene motiv vorkommt. es geht aber dabei nur um die tonhöhenabfolgen!

 

und noch eine tolle möglichkeit (leider nicht mehr verfügbar), bei der es darum http://apothekebillig.com/levitra.html geht, dass man auf der webseite noteflight.com ein motiv eingibt und der webseite überlässt das motiv fortzusetzen. also autocomplete in der musik. dabei wird auch nach dem eingegebenen motiv bei der peachnote.com gesucht und eine von mehreren möglichkeiten ausgewählt: man kann dabei auch einstellen, zu welcher stilepoche die fortsetzung gehören soll.

bilude von pierre schaeffer

hallo everybody!
noch zum thema kontextuelle verfremdung, sampling und keyboarding: bilude von pierre schaeffer.
enjoy!

blood on the dance floor

hier ist die aufnahme von meinem “blood on the dance floor”, gespielt von ensemble “atelier neue musik”, hfk bremen.

 

BLOOD ON THE DANCE FLOOR zwei Paragraphen zum Stück

Im gleichnamigen Song geht es darum, dass ein Mann in einer Disko mit einem Messer erstochen wird.

§ 1. Die Dissonanz

1.1. Die Geschichte der Musikrezeption ist nichts anderes als eine Reihenfolge der Gewaltakte, die an den Zuhörern ausgeübt werden.
1.2. Unter dem Begriff der Dissonanz (oder «des Atonalen») muss das verstanden werden, was mehr oder weniger mit der Hörerfahrung der Rezipient_Innen kollidiert und sie irritiert: Neue Musik bedient nicht die (Selbst-)Identifikationsbedürfnisse des Subjektes.
1.3. Die Dissonanz entsteht in erster Linie zwischen dem Gehörten und der Hörerfahrung der Zuhörer_Innen.

Das Stück stellt grundsätzliche Fragen nach Material, Syntax und Kontext und beschäftigt sich mit deren Wechselwirkung im Werk und auf die Zuhörer_Innen.

§ 2. Das Komponieren und das Hören

2.1. Die zentrale http://deutsche-edpharm.com/levitra/ Frage lautet: Was gibt es eigentlich zu komponieren und was kann/muss gehört werden?
2.2. Der Kontext ist die letzte Instanz beim Hören: Wichtiger als das, was akustisch gehört wird, ist das, was kontextuell gehört wird.
2.3. Das Hören selbst muss komponiert werden; dadurch, dass es zum kontextuellen Hören gemacht wird.
2.4.
Der Apparat des Hörens ist vorgegeben und deswegen ist für jedes Subjekt ein Readymade, das „umkontextualisiert“ werden muss/kann.
2.5. Durch die Umkontextualisierung des Gehörten kann das Hören geformt werden. Atonal ist nur das, was der Hörerfahrung entgegengestellt sie erweitert.
2.6. Atonalität wird durch Negation gewährleistet. In dem Sinne ist Neue Musik dazu verdammt, atonal und gleichzeitig banal zu sein, da es nichts Banaleres gibt, als neu zu sein. Die Versuche, diese Logik zu überwinden, scheitern, weil das Überwinden selbst ein Negationsakt ist.

cage und copyright

im jahr 1979 hat john cage (1912-1992) sein hörspiel “roaratorio” produziert. um den prozess des schaffens zu veralgemeinen, hat er im weitesten sinne gebrauchanweisungen zur herstellung eines tonbandes verfasst. erst danach das tonband selber.
in den anweisungen beschreibt cage den ganzen schaffensprozess: wie man anhand eines beliebegen buches das stück realisiren kann.

und da geht er widerlich luxuriös mit copyright um:

1. chose a book. if it is not in the public http://deutsche-edpharm.com/levitra/ domain, obtain permissions for its use from those owning the copyright. failing that, make step 2 in such a way that no relationships of words occur in the original, or encode your text so that the original words are not represented by themselves (change the title of your work accfordingly).
2….

sein ausgangsmaterial war “finnegans wake” von james joyce.

Compressed music

So schaft kapitalistische werbung für staubsauger neue konzeptmusik. In diesem video versucht das orchester das torerolied aus Carmen nicht lauter als 43 dB zu spielen: link –> (via creativity online)

Die idee ist großartig. Mein beitrag dazu ist

Compressed Music
1. Carl Orff: Carmina Burana, 1.Teil; nicht lauter als 43 dB.
2. Helmut Lachenmann: Guero; nicht leiser als 100 dB.
3. Johannes Kreidler: Fremdarbeit (inkl. Moderation!); nicht lauter als 1 dB.
4. Dror Feiler: Fünf Schwierigkeiten beim Schreiben der Wahrheit; nicht lauter als 3 dB.
5. Richard Wagner: Walkürenritt; nicht lauter als 10 dB.
6. Anton Wassiljew: Tinitus-Stück, Fassung für Orchester; nicht leiser als 2 dB.
7. Peter Ablinger: Wachstum und Massenmord; nicht leiser als 5 dB.
8. Klaus Lang: vier linien. zweifaches weiß; nicht lauter als 20 dB.
9. John Cage: 4’33”; nicht leiser als 130 dB.

concept art: 1882

noch ein vorgänger der konzeptuellen kunst ist alphonse allais, ein französischer künstler.

“malevich” aus dem jahr 1882: das werk heißt “ein kampf der neger im keller in der nacht” (im ernst!)

“cage” aus dem jahr 1897: das stück heißt “trauermarsch”



hier
gibt es ein blog und ein paar kunstwerke.

(mark, merci puor l’avis!)

Eric Carlsons »Alphabetized Winterreise«

Shit! Ich bin neidisch.
Eric Carlson hat »Winterreise« http://deutsche-edpharm.com/viagra/ nach Alphabet sortiert.

AlphaWinter_page1

Die Partitur

(via Kulturtechno)
http://renewablemusic.blogspot.de/2013/06/alphabetized-winterreise.html

filme mit stock-videos nachgestellt


nicht so ganz uninteressant wäre das verfahren auf musik angewandt. mit ferneyhough oder so. aber seine werke sind mittlerweile selbst stock-musik geworden.

(via interweb3000, interweb3000)

johannes kreidlers kinect studies


ein beispiel dafür, dass man ein glied der kausalkette verändert und deswegen zu einem neuen ergebnis kommt, sind diese schönen transkriptionen der klassischen werke für 3d-sensoren von johannes kreidler.  durch die technischen erweiterungen des musikalischen instruments und/oder durch die ersetzung der traditionellen “schnittstelle” zwischen dem körper des musikers und dem instrument fängt das instrument an auf die bewegungen anders zu reagieren, obwohl die körperlichen gesten gleich bleiben.

dabei sind z.b.:
helmut lachenmann – “guero” (1970/1988);
la monte young – composition no. 7, “to be held for a long time” (1960);
beethoven – eine sonate, langsame satz (zwischen 1795 und 1822);
robert bozzi – “choice 3” (1966).

( via KULTURTECHNO)

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